Wednesday, 1 February 2006

Electrelane - Axes

Electrelane aus Brighton bestehen im Moment aus Emma Gaze, Verity Susman, Mia Clarke und Ros Murray. "Axes", erschienen im Vorjahr, ist nach "Rock it to the Moon" und "The Power Out" ihr drittes Album, und es verlässt sich noch mehr als der Vorgänger auf Susman's vocals (der Erstling war Gesanglos). Normalerweise tendiere ich zu klassischen Songs – verse-chorus-verse – gesittete 3,5 Minuten, aber in manchen Situationen, bei bestimmtem Wetter ist nichts schöner als eine Soundkulisse. Als solche ist "Axes" abwechslungsreich, wird niemals eintönig. Die Musik bewegt sich irgendwo zwischen Rock und Punk und beweist, dass Punk kein wütendes Gebrüll braucht. Eine wilde Mischung aus Jazz, Geräuschen, treibendem Schlagzeug und Gitarren. Ich weiß nicht genug über Musik, um inhaltlich konsistente Vergleiche anzustellen, aber für mich haben Electrelane die gleiche Energie wie Sonic Youth, wenn sie gerade gut drauf sind, nur dass sie aus dem Chaos auch wieder rausfinden. Wenn man brav wartet, kristallisiert sich sogar aus dem ziellosen Schlagzeug auf "Business or Otherwise" noch ein Song heraus.
Ich fahre zur Uni und draußen ist es grau, Regen. Oder ich fahre im Bus, fühle mich melancholisch oder ich laufe im Dunklen an den grellen Lichtern eines Shoppingcenters vorbei, Betondschungel, während an mir die Autos vorbeisausen. Für mich machen Electrelane Musik für das leicht neben den Dingen stehen, und das tue ich meistens.

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